Burnout oder Depression?

Es macht Sinn, zu verstehen, aus welchem Grund wir lieber ein Etikett wie „Burnout“ annehmen, als uns den Stempel der „Depression“ aufdrücken zu lassen. Grund dafür sind die ganz unterschiedlichen Assoziationen & Einstellungen, die wir diesen zwei Begriffen gegenüber haben.

Ein Mensch mit Depressionen ist niedergedrückt: Er unterdrückt wichtige Gefühle und Bedürfnisse. Viele verbinden damit einen Menschen, dessen Natur eher schwächlich ist. Der auch grundsätzlich nicht mithalten könnte mit den Schnellsten, Klügsten, Beliebtesten und Erfolgreichsten unserer Gesellschaft.

Ganz anders der vom „Burnout“ Betroffene. Dieser englische Begriff versinnbildlicht das Ausbrennen eines Menschen, der zuvor leidenschaftlich für etwas gebrannt hat.

Einer, der zunächst vieles zu stemmen imstande war.

Der von Termin zu Termin hetzte, in seiner Limousine unterwegs zu den Geschäftsterminen noch eine Dreier-Konferenz führt und gleichzeitig natürlich noch die Aktienkurse im Blick behalten muss.

Klassischerweise assoziieren wir mit dem Begriff „Burnout“ einen Manager, der Großes geleistet hat, dabei jedoch über seine Grenzen gegangen ist. Und schon rückt ihn das in die Kategorie der ungekrönten Helden.

Würde das denn auch auf dich selbst zutreffen? Entsprichst du diesem Typus? Oder gehörst du eher zu den „Normalos“, die sich einfach über Jahre hin untreu gewesen sind und wo es nicht so schnell gelingt, eine passende Bezeichnung für das ganze Elend zu finden?

Wenn du mit anhaltender Traurigkeit zu kämpfen hast, mit Schlafproblemen und auch Antriebslosigkeit, dann musst du es irgendwann auch deinem nächsten Umfeld mitteilen und vielleicht sogar deinem Chef.

Du kannst es zwar noch wochenlang herauszögern –  irgendwann jedoch lässt es sich nicht mehr verheimlichen.

Die meisten von uns stoßen spätestens dann auf ein Zusatz-Problem:

„Kann ich es mir leisten, offen zu sprechen? Das Monster beim Namen zu nennen? –

Oder mache ich damit alles nur noch schlimmer und stelle mich beruflich sogar selbst aufs Abstellgleis?“

Viele glauben, mit dem Wort „Depressionen“ automatisch eine Eintrittskarte ins Reich der Arbeitslosen in der Hand zu halten, wenn sie dies gegenüber ihrem Chef in den Mund nähmen.

Was ist also die Rettung?
Das geradezu in Mode gekommenes Zauberwort: Burnout.

Denn eingereiht in die Reihe prominenter Stars wie Tim Mälzer, Mariah Carey, Owen Wilson und Sven Hannawald – lebt es sich da nicht gleich ein bisschen besser? Zumindest, wenn Kollegen oder gar der Chef verstehen wollen, was denn hinter den wochen- oder gar monatelangen Fehlzeiten steckt?

Du musst dich daher nicht ducken, wenn du die Wahrheit bisher nie ganz bei dem ganz und gar unangenehmen, jedoch deutlich zutreffenderen Namen genannt hast: Depressionen.

Du bist auch damit nicht alleine.

Denn gerade auch die bekannten Stars wagen ihr „Coming Out“ oft nur unter dem Deckmäntelchen dieser sogenannten „Modekrankheit“.

Bei uns in der Gruppe reden wir nicht lange um den heißen, Angst einflößenden Brei herum: Wir schauen ihn uns an und wissen, wovon wir sprechen:

„Es sind ganz einfach Depressionen“.

Du kannst dir nun selbst erklären, weshalb wir beide Bezeichnungen für unsere Gruppe aufgenommen haben, oder?

Genauso ist es! Viele können es sich kaum leisten, sich als Depressiver zu outen.

Das ist einfach die Realität.

Aber gleichzeitig darfst du dich persönlich mit deiner Realität anfreunden und dir selbst nichts vormachen. wenn du Depressionen hast, dann darfst du dieser Realität ganz klar in die Augen sehen. Und das beginnt natürlich mit einer klaren, realitätsnahen Bezeichnung

Wir von der Selbsthilfegruppe für „Depression & Burnout“ möchten jedoch niemanden ausschließen, der Hilfe sucht.

Auch dann nicht, wenn er sich selbst gegenüber bisher vermieden hat, den ganzen Mist klar zu benennen.

 

Ob „Burnout-Betroffener“ oder „Depressiver“ – du bist bei uns herzlich willkommen!

Hauptsache, du gehst den ersten Schritt und schaust dir unsere Selbsthilfegruppe ganz unverbindlich einmal an.

Und dann darfst du entscheiden: Passt das zu mir und meinem Weg?

Wenn ja, dann bist du dabei, deine Depression „face to face“ anzupacken und dein Dasein umzuwandeln in ein Leben mit mehr Sinn, Tiefe und Erfüllung.

Denn genau dazu bist du auf dieser Erde!

Schenk‘ dir wohltuenden Austausch mit anderen in geschütztem Rahmen:

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